PatientInnenvorbereitung zur MRT

Im Allgemeinen ist für die Durchführung einer MRT-Untersuchung keine besondere Vorbereitung der PatientenInnen notwendig.

Wir ersuchen Sie jedoch zu beachten, dass akzidentell inkorporierte metallische Fremdkörper oder Metallimplantate Kontraindikationen für die Durchführung einer MRT-Untersuchung darstellen können. Eine absolute Kontraindikation sind implantierte Herzschrittmacher. Herzklappenprothesen stellen in der Regel keine Kontraindikation dar, es sollten jedoch Implantationsjahr und Produktbezeichnung der verwendeten Herzklappe angegeben werden, da einige ältere Modelle nicht MR-tauglich sind.

Bei allen Implantaten einschlie▀lich Insulin- und Schmerzpumpen ist es ratsam die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die MR-Tauglichkeit durch den implantierenden Arzt oder die Produktinformation einzuholen.

Gefä▀klipps, Gefä▀stents und Embolisationscoils stellen in der Regel keine Kontraindikation zur MR-Untersuchung dar. In Abhängigkeit von der Lage und des verwendeten Materials der Implantate muss jedoch in einigen Fällen aus Sicherheitsgründen ein postinterventionelles Zeitintervall eingehalten werden. Dieses ist in Rücksprache mit dem Radiologen oder dem implantierendem Arzt im Einzelfall abzuklären.

Entgegen landläufiger Meinung erzeugen auch Titanimplantate, in Abhängigkeit von der verwendeten Legierung, mehr oder weniger ausgedehnte perifokale metallische Suszeptibilitätsartefakte, die die Beurteilung der unmittelbaren Umgebung verhindern können.

Gro▀flächige Tätowierungen und "Permanent Make-up" können durch den unterschiedlichen Metallgehalt der Farben thermisch reagieren und wegen der damit verbundenen lokalen Verbrennungsgefahr eine relative Kontraindikation darstellen. Gleiches gilt im geringen Ma▀e auch für Medizinalpflaster der Marken Emla«, Fentoron«, Flector EP«, Neupro«, Nicorette«, Nicotinell« und Nitroderm«.
MR-Untersuchungen sollten möglichst in einer Applikationspause durchgeführt werden.

Gemä▀ internationalen Sicherheitsrichtlinien für die Durchführung von MRT-Untersuchungen soll von der Untersuchung Schwangerer Abstand genommen werden. Bei strenger Indikationsstellung werden MRT-Untersuchungen an graviden Patientinnen ab dem 2. Trimenon durchgeführt. Das Stillen eines Kindes stellt keine Kontraindikation zur MRT-Untersuchung dar. Sollte jedoch Kontrastmittel appliziert werden müssen, muss die Patientin darauf hingewiesen werden, dass die Milch für 48 Stunden abzupumpen und zu verwerfen ist.

Wegen Berichten von änephrogener fibrosierender Dermopathieô (NFD/NSF) im Zusammenhang mit einigen gadoliniumhältigen Kontrastmitteln ist die Applikation kontraindiziert bei: schwerer Nierenfunktionsstörung, gemessen an der glomerulären Filtrationsrate (GFR) von weniger als 30 ml/min/1.73 m2 und St. p. Leber- oder Nierentransplantation.

Da die mögliche Notwendigkeit einer Kontrastmittelapplikation bei der verordneten MR-Untersuchung nicht in allen Fällen vorhergesagt werden kann (z.B. zufällige Diagnose eines Tumors in der Untersuchungsregion), ersuchen wir Sie bei Ihnen bekannter Nierenfunktionsstörung der uns zugewiesenen PatientIn die aktuelle GFR bekannt zu geben.